Die letzten Tage Jesu - eine hist.-krit. Spurensuche nach dem heutigen Stad der Forschung; M. Tiwald
Am 7. April des Jahres 30 starb Jesus am Felsen Golgotha in Jerusalem – so die Rekonstruktion der meisten Historiker. Doch warum musste der Mann aus Nazaret sterben? Hat er seinen Tod bewusst gesucht oder wollte er gar nicht sterben? Hat Jesus überhaupt von seinem bevorstehenden Tod gewusst, oder hat die biblische Überlieferung seine Voraussagen stilisiert? Was geschah beim Letzten Abendmahl und wie vollzog sich eine Kreuzigung wirklich? Ist Jesus von den Toten auferstanden und war sein Grab tatsächlich leer?
Herr Professor Tiwald, der u.a. auch in Jerusalem biblische Sprachen und biblische Archäologie studierte, wird sich auf eine historisch-kritische Spurensuche zu den letzten Tagen Jesu begeben und erläutern, wie diese heute verstanden werden können. Er wird seine Ausführungen auch mit zahlreichen Bildern und Fotos aus Jerusalem illustrieren.
Vielen, auch gläubigen Menschen scheinen die Ereignisse der Karwoche schwer verständlich und emotional belastend. Es kann durchaus guttun, sich einmal ganz „nüchtern wissenschaftlich“ damit zu beschäftigen! Wir laden herzlich dazu ein!
Zur Person:
Markus Tiwald, ist Mag. und Dr. der Theologie (Wien und Lyon); zusätzlich absolvierte er ein Lizentiatsstudium am Studium Biblicum Franciscanum in Jerusalem. Er ist Priester seit 1994 und ausgebildeter Psychotherapeut (2010). Seit 2007 lehrte er an der Universität Duisburg-Essen und wurde schließlich 2019 zum Universitätsprofessor für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an die Universität Wien berufen. Er ist Gründungsdirektor der interdisziplinären Vienna Doctoral School of Theology and Research on Religion VDTR an der Universität Wien.